Trauer und Leid ist eine Sache, die jeden Begleitet, die Frage ist wie...

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Geliebter Steve

Mein Leben lief eigentlich immer in geordneten Bahnen. Erst in den Kindergarten, dann in die Schule. In der Schule lief es auch immer gut, bis zur 9. Klasse. Ich verliebte mich in den neuen Mitschüler, er war schon 17. Jahre, da er schon sitzengeblieben ist. Er hatte ganz klare Eisblaue Augen, schwarze kurze Spikes, war 1,80 m groß und sah einfach ungewöhnlich und super gut aus, im Gegensatz zu den anderen Jungs in unserer Klasse.

Da er hinter mir saß, konnte ich dem Unterricht folgen, ohne ihn immer anzusehen. Aber in der Pause konnte ich meinen Blick nicht von ihm wenden. Doch da ich nicht die hübscheste war, habe ich mir keine Hoffnungen gemacht, dass er mich wahrnahm. Er war immer mit den Jungs zusammen.

Ich dachte immer an Steve, so passierte es, dass ich beim Zeitungen austragen, womit ich mein Taschengeld aufbesserte mit Steve zusammen traf, bzw. Wir rannten uns um. Er war so kräftig, dass es mich umschmiss. Ich fiel unsanft auf meinen Hintern. Ich schrie auf und schaute nach oben, wer mich umgerannt hatte, und ich sah ihn. Er beugte sich runter, half mich auf und entschuldigte sich. Dann lud er mich in ein Café ein, als Entschuldigung. Da saßen wir beide nun in dem Cafe und kamen ins Gespräch, wir unterhielten uns über unsere Hobbys, unsere Klasse, Gott und die Welt. Als wir fertig waren, mit unserem Kaffee, half Zeitungen wegbringen. Nachdem wir fertig waren, brachte er mich nach Hause, und wir verabredeten uns für den nächsten Nachmittag zu einem Spaziergang. Ich ging glücklich ins Bett.

Am nächsten Früh, als wir uns in der Schule trafen, schauten wir uns in die Augen, lächelten uns kurz an und gingen auf unsere Plätze. Heute konnte ich mich nicht konzentrieren, da ich immer seinen Blick im Rücken spürte. In der Pause beobachtete ich ihn wieder und dieses mal schaute er auch dauernd. Seinen Freunden fiel irgendwas auf. Sie schauten mich immer wieder komisch an. Am Nachmittag trafen wir uns wieder und machten unseren Spaziergang. Auf einer Wiese machten wir eine Pause, wir legten uns in das Gras und sonnten uns. Ich bin anscheinend ein bisschen eingeschlafen, als wir so still nebeneinander da lagen und in den Himmel schauten. Jedenfalls wurde es auf einmal dunkel über meinem Gesicht. Ich machte die Augen auf und sah sein Gesicht über mir, wie er sich runter beugte und mich küsste. Er küsste mich ganz sanft. Ich küsste ihn zurück und er küsste mich leidenschaftlicher. Nach dem Kuss gab er zu, dass er sich in mich verliebt hat, und zwar als er das erste mal die Klasse betrat und mich gesehen hatte. Ich war glücklich und sagte ihn, dass auch ich mich in ihn verliebt habe. Wir gingen glücklich nach Hause. Am nächsten Früh holten er mich zu Hause ab und wir gingen zusammen zur Schule. Wir gingen Händchen haltend in die Klasse. Dort schauten uns seine Freunde komisch an und ich merkte die stechenden Blicke der anderen Mädchen in meinem Rücken. Ich sagte nichts, setzte mich auf meinen Platz und er sich auf seinen. In der Pause war er wie üblich bei seinen Kumpels. Ich las ein Buch, damit ich nicht immer zu ihm schauen musste. So ging es eine ganze Zeit lang. Ich war glücklich mit ihm.

Auf einmal haben mich die Mädchen im Sportunterricht blöd angesprochen, wie ich glücklich sein könne, mit so einem Schlappschwanz, der schon jede gevögelt habe. Ich sagte, dass es mir egal sein, dass er angeblich schon jede gevögelt habe. Nachmittags sprach ich ihn auf den Vorwurf an. Er sagte, es sei so gewesen, dass er jede gevögelt habe, die ihn über den Weg gelaufen sei, aber seit er mit mir zusammen ist, habe er keine mehr abgeschleppt und wir seien ja auch schon 2 Monate zusammen, ohne miteinander zu schlafen. Da hatte er Recht, ich entschuldigte mich, fragt ihn aber auch, wo er immer sei, wenn er nicht bei mir ist. Er sagte mir, dass er auf jeden Fall nicht bei Mädchen sei. Er sagte mir, dass er dealt. Ich fragte ihn, mit welchen Drogen er handelt und ob er auch welche konsumierte. Er sagte mir, er dealt mit Pillen und Gras. Und er raucht öfters mal eine Tüte, zu deutsch er kifft. Ich hatte keine Erfahrung mit Drogen und fragte ihn wie die Wirkung ist. Er erklärte mir, dass es immer unterschiedlich sein. Ich fragte ihn, ob ich es auch mal probieren könnte. Er bejahte es und baute gleich einen Joint. Wir rauchten ihn gemeinsam. Ich fand die Wirkung sehr angenehm, mir wurde warm, fühlte mich federleicht, so als würde ich schweben und hatte ein total angenehmes Gefühl im Bauch.

Wir waren sehr glücklich. Wir unternahmen viel zusammen, z.B. gingen wir spazieren, ins Kino, ins Café oder wir trafen uns bei ihm, er hatte eine eigene Wohnung und kifften gelegentlich zusammen. Nach einiger Zeit lagen wir abends auf der Wiese, wo wir uns das erste Mal geküsst hatten. Wir küssten uns abwechselnd total zärtlich und dann wieder leidenschaftlich fordernd. Wir vergaßen alles um uns herum und er verführte mich auf der Wiese. Es war mein erstes Mal, und es war wunderschön, ich konnte mich ihm ganz hingeben, weil ich totales Vertrauen zu ihm hatte und ihn total liebte.

Doch leider hat jeder schöne Traum einmal ein Ende. Steve war wieder unterwegs dealen. Ich war wie so oft bei ihm Zuhause und wartete auf ihn. Auf einmal klingelte es, ich öffnete. Vor der Tür stand die Polizei. Die hielten mir einen Durchsuchungsbefehl unter die Nase und fingen gleich an, die Wohnung auf den Kopf zu stellen. Der eine Polizist erklärte mir, dass Steve wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verhaftet worden ist. Er wurde auf frischer Tat ertappt und er wurde auch schon längere Zeit observiert. Ich fluchte innerlich. Ich habe es gewusst, dass es mal kommen würde. Die Polizei fragte mich, ob ich Ahnung davon gehabt hätte, dass er dealt. Ich verneinte dies, obwohl ich es besser wusste. Ich fragte, ob ich ein paar Klamotten zusammen packen sollte. Der Polizist meinte ist in Ordnung. So packte ich ein paar Sachen zusammen, sein Rasierzeug und Zahnbürste... alles was er brauchte. Und ich wusste, dass es eine längere Trennung werden würde, wenn er verurteilt wird, und da er schon eine Vorstrafe besitzt, sieht es schlecht aus. Als ich mit dem Packen fertig war, waren die Polizisten auch mit der Wohnung fertig. Sie haben nichts finden können. Ich fragte den Kommissar, ob er ich mitkommen könnte und Steve seine Sachen geben kann. Der Kommissar hatte nichts dagegen, und so fuhr ich mit ins Gefängnis, gab Steve seine Sachen und sprach mit ihm. Er versprach mir, dass er alles machen würde, außer seine Lieferanten preisgeben, um schneller auch dem Knast zu kommen. Nach ein paar Wochen kam es zur Verhandlung. Seine Strafe war ein Jahr. Wir verlobten uns kurz nach seinem Urteil. Ich war traurig, dass er nicht mehr ständig da war, außerdem bin ich Zuhause raus geflogen, weil ich mich mit Steve verlobt habe, statt mich von ihm zu trennen, obwohl er verurteilt wurde. Und er verdiente ja auch kein Geld mehr. So musste ich arbeiten gehen, um die Wohnung zu halten.

Nach ein paar Monaten kam Jo, der Lieferant von Steve vorbei, und fragte nach Steve, da er ihn schon längere Zeit nicht mehr gesehen hat und noch Geld für den Stoff bekomme, den Steve das letzte Mal mitgenommen hat. Ich erzählte ihm von der Verhaftung und meinte, dass Steve noch 9 Monate vor sich hat. Aber ich wusste, wo der Stoff lag und holte ihn, damit ich ihn Jo zurück geben konnte. Denn mein Schatz würde die nächste Zeit im Knast sitzen und danach wahrscheinlich nicht sofort wieder das dealten anfangen. Jo blieb noch ein bisschen und wir unterhielten uns. Jo kam jetzt öfters und wir unternahmen viel miteinander. An seinem 21. Geburtstag, schmiss er eine Party in seiner Kellerbude. Mich hat er gebeten, ein bisschen zu helfen, damit das Bier nie ausgeht und immer Musik läuft usw. Ich sagte zu, hatte ja nichts besseres zu tun. Um 5 Uhr früh, waren die letzten Gäste abgezogen. Ich räumte schon mal ein bisschen auf, als der total besoffene Jo auf mich zukam, mich einfach küsste und mich auf den Boden schmiss. Ich versuchte mich zu wehren, aber Jo war total kräftig, er riss mich die Kleidung vom Leib und vergewaltigte mich. Als er fertig war, stand er auf und verzog sich mit einem Bier vor den Fernseher. Ich stand auf, stolperte aus der Wohnung und kam irgendwie halb nackt nach Hause. Dort ging ich erst mal kotzen, danach stieg ich total lange unter die Dusche und versuchte diesen Ekel von mir zu waschen. Mir ging es danach immer noch dreckig, und ich griff zur Schnapsflasche, ich trank die halbe Flasche, während ich heulte. Dann zog ich mich an und fuhr mit dem Taxi zu Steve in den Knast.

Steve merkte gleich, dass etwas mit mir nicht stimmte, er merkte meine fahrigen Bewegungen, meine abwesenden Blicke, die verheulten Augen, meine zusammenhangslose, abgehackte Erzählung von der Party und meine hysterischen Lachanfälle. Er sprach mich direkt darauf an und fragte, was passiert ist, zwischen gestern und heute, ob was auf der Party passiert ist. Ich fing das Heulen an, ich konnte nicht mehr. Ich erzählte ihm alles unter meinem tränen. Als ich fertig war mit erzählen, sagte er mir, dass er zwar schon das Gerücht gehört hat, dass Jo Mädchen vergewaltigt haben soll, aber es bisher nicht glauben konnte. Er riet mir, eine Therapie zu machen, damit ich an dem Erlebnis nicht kaputt gehe und ich soll mir überlegen, ob ich Jo anzeige, damit er nicht noch mehr Mädchen vergewaltigt. Steve war total wütend, dass er noch 6 Monate abzusitzen hatte. Und Jo nicht die Fresse polieren konnte, und sauer, dass er sich hat erwischen lassen, denn wenn er nicht im Knast gesessen hätte, wäre es nicht passiert. Dann gab er mir den Auftrag, dass ich zum Anwalt gehen sollte, und ihm einen Vorschlag machen soll. Steve wollte wissen, ob er Haftverkürzung bekomme, wenn er seinen Lieferanten preisgebe. Er würde Jo ans Messer liefern, solange er aus der Haft rauskam und nicht mit Jo im Knast sitzen müsste. Ich ging zum Anwalt und fragte ihn. Dieser meinte, er müsse mit der Staatsanwaltschaft und der Richterin sprechen, und Steve muss sich absolut sicher sein, dass er seinen Lieferanten preisgibt. Ich sagte, dass er dass machen, wenn er sofort aus dem Knast entlassen wird. Der Anwalt versprach sich so schnell wie möglich darum zu kümmern. Die Richterin war einverstanden, sie wollte sowieso lieber an die Hintermänner dran, aber Steve hat ja nichts verraten. Jedenfalls wurde der Fall neu in Verhandlung gebracht und Steve gab Jo als Lieferanten preis. So kam es, dass Steve entlassen wurde und Jo Verhaftet wurde. Steve wird als Belastungszeuge bei der Verhandlung auftreten.

Ich habe schon große Fortschritte in der Therapie gemacht und hatte inzwischen genug Selbstvertrauen, mich zu entscheiden, ich zeigte Jo wegen der Vergewaltigung an. Es kam gleich ein Artikel in die Zeitung: „Drogenlieferant vergewaltigte die Freundin seines Kunden! - Johannes P. einer der größten Drogenlieferanten unserer Stadt belieferte erst Klaus und als der im Gefängnis saß, kümmerte er sich um dessen Freundin Maja, bevor er sie vergewaltigte.“ So oder so ähnlich stand die Story in den Zeitungen. Die Verhandlung wegen der Dealerei im großen Stil war schon einen Monat später. Jo bekam 1 Jahr. Die Verhandlung wegen der Vergewaltigung sollte 3 Monate später stattfinden. Steve kam nach 7 Monaten Haft frei, wie von der Justiz versprochen, da er Jo ans Messer geliefert hat. In der Zeit vor der Verhandlung meldeten sich noch 8 weitere Mädchen, die Jo wegen Vergewaltigung anzeigten. So wurde die Anklage auf Vergewaltigung in 9 Fällen erweitert. Steve und ich wohnten zwar zusammen in seiner Wohnung, aber er durfte mich nicht küssen oder anfassen, und schon gar nicht mit mir schlafen, soweit war ich noch nicht, obwohl ich ihn total liebte, aber ich sah immer das Gesicht von Jo vor mir und es überkam mich ein ekel. Wir schliefen auch nicht im gleichen Zimmer. Steve, der Verständnis dafür hatte, schlief auf der Couch im Wohnzimmer, damit ich mich nicht bedrängt fühlte. Als die Verhandlung stattfand, begleitete mich Steve, weil ich total durch den Wind war. Ich musste als Zeugin aussagen. Das Urteil lautete später 6 Jahre wegen der Vergewaltigung und 1 Jahr von der Dealerei, so brachte er es auf insgesamt 7 Jahre, die er hinter Gittern Verbüßen musste. Ich war so erleichtert, dass ich Steve als erstes um den Hals fiel und ihn küsste. Er war froh, dass es mir anscheinend besser ging.

Zuhause fing ich an, mit ihm über meine Gefühle zu reden. Ich erzählte ihn, dass es absolut nichts mit ihm zutun hatte, wenn ich mich nicht in den Arm nehmen lies oder küssen, weil ich immer Jo vor den Augen hatte. Aber ich versprach Steve, dass ich versuchen werde, darüber wegzukommen, weil ich ihn liebte und selber wollte, dass ich mit ihn kuscheln konnte. Er sagte mir, dass er das Verstehe und ich mich nicht unter Druck setzen sollte. Und er erzählte mich eine Geschichte - seine Geschichte.

Er wurde als Kind von seinem Stiefvater sexuell Missbraucht und geschlagen, wenn er nicht mitmachen wollte. Irgendwann, als es ihm zuviel wurde, hat er zurückgeschlagen, und zwar mit einem Basketballschläger. Deswegen hat er eine Vorstrafe, aber die ist relativ mild ausgefallen, als die Gründe dafür bekannt wurden, er hatte seinen Stiefvater angezeigt, so wie ich Jo, denn der Richter hatte absolut kein Verständnis für den sexuellen Missbrauch an Kindern und auch nicht dafür, dass sie geschlagen werden. Und durch die ganze Geschichte hat er auch in der Schule versagt und ist hocken geblieben. Wir sahen uns an, fielen uns in die Arme und weinten. Er ist deswegen auch von Zuhause ausgezogen nach einiger Zeit, weil seine Mutter ihn immer vorgeworfen hat, dass er die Beziehung zerstört hat mit ihrem zweiten Mann. Er hätte einfach mitmachen sollen, dann hätten sie gut gelebt hat sie immer gemeint und noch vieles mehr. Sie hat ihn zwar nicht geschlagen, weil er stärker war, aber es hat ihn total fertig gemacht, dass er nachdem er seinen Vater schon verloren hatte, von seiner Mutter verstoßen wurde. Er hat den Kontakt zu all seinen Verwandten abgebrochen und ist in eine andere Stadt gezogen, wo man ihn und die Geschichte nicht kannte. Aber eins machte ihn zufrieden. Das ist die Tatsache, dass es Kinderschänder im Knast besonders schwer haben. Weil Kinder sind für die meisten Gangster heilig. Und selbst die schlimmsten Mörder haben es noch um einiges besser, als Kinderschänder. Alle auch die Aufseher machen diese Leute fertig und recht oft kommen solche Typen mit einem schwulen Mörder in eine Zelle und diese haben ihren Spaß mit denen.

Ich habe die Therapie weiter gemacht und wir haben noch eine Partnertherapie angefangen. Ich war inzwischen schon so weit gekommen, dass ich mit ihm kuscheln konnte und ihn auch schon wieder küsste, ohne das Gesicht von Jo dauernd vor mir zu haben, aber mit ihm schlafen konnte ich noch immer nicht. So weit war ich noch lange nicht, auch wenn ich es mir wünschte. Ich wollte wieder ganz Steve gehören. Mich einfach fallen lassen und genießen.

Steve hat inzwischen eine Ausbildung als Schreiner angefangen, obwohl er keinen Schulabschluss hat und Vorbestraft ist. Aber sein Meister ist der Meinung, dass er keinen scheiß mehr macht und er würde es mit ihm probieren. Ich habe trotz der Geschichte mit Jo und der Arbeit nebenher einen recht guten Quali hingelegt, so dass ich beschloss, meine Mittlere Reife zu machen. Mit dem Meister von Steve kam ich recht gut klar, und er hat gemeint, wenn ich die mittlere Reife habe, nimmt er mich fürs Büro, da nehmen sie auch immer wieder Auszubildende auf. Ich habe mich für die 10. Klasse an der Hauptschule angemeldet, so konnte ich innerhalb eines Jahres die Schule fertig machen und anfangen Geld zu verdienen.

Ich musste jetzt leider öfters zu meinen Eltern, da ich ihre Unterschriften brauchte. Aber mehr Kontakt bestand nicht, an meinem 17. Geburtstag, kurz nach Schulanfang haben mich meine Eltern in unserer Wohnung besucht und wir haben uns ausgesprochen. Ich durfte bei Steve wohnen bleiben und meine Eltern zahlten meinen Teil der Miete und zahlten Unterhalt, damit ich nicht mehr nebenher arbeiten musste und mich auf die Schule konzentrieren konnte. Ich war echt froh, weil die Schule war schwerer, als die Jahre vorher. Ich ging nun 1 mal die Woche mittags zu meinen Eltern. Ein Wochenende luden meine Eltern Steve und mich zum Versöhnungsessen ein. Meine Eltern entschuldigten sich bei Steve. Steve versprach meinen Eltern, nicht mehr zu dealen, da er gesehen hat, wohin es führte. Das Essen verlief sehr gut. Meine Eltern bemühten sich, gut mit Steve auszukommen und keine Vorurteile mehr gehen ihn zu haben. Aber als wir abends heimkamen war ich trotzdem total erleichtert, dass es kein Ärger gab zwischen den dreien. Ich war so erleichtert, dass ich Steve küsste und dann ganz ganz langsam auszog, um mit ihm zu schlafen. Er lies mich gewähren und genoß es, dass ich die Initiative übernahm. Er fragte aber trotzdem noch, bevor es ernst wurde, ob ich es wirklich wollte. Ich meinte natürlich, sonst hätte ich nicht damit angefangen, ich wollte ihn unbedingt in mir fühlen, ihm wieder ganz nah sein, mit ihm verschmelzen und eins werden. So schliefen wir das erste mal seit über einem Jahr miteinander. Ich fand es wunderschön und war glücklich, dass ich wieder Freude daran hatte und Jo´s Gesicht nicht mehr vor den Augen hatte.

Steve war einer der besten Lehrlinge in seinem Ausbildungsjahr. Ich legte eine gute mittlere Reifeprüfung hin und fing meine Ausbildung an. Auch ich gehörte zu einen der besten Schüler. Das machte mich natürlich in der Schule nicht sehr beliebt, und die Tatsache, dass ich mit Steve zusammen war, erschwerte die Sache noch um einiges. Die meisten Mädchen beneideten mich und die Jungs waren sauer auf ihn, weil er seinen Lieferanten ans Messer geliefert hat, denn es war bekannt, dass Steve der „Verräter“ war. Und ein Teil der Jungs konsumierte oder verkaufte diverse Drogen und wurden auch von Jo beliefert, bzw. Jetzt haben andere Dealer die Hosen an in der Szene bei uns in der Stadt und die sind knallhart. Steve machte seinen Abschluss mit einer sehr guten Leistung. Ich war total stolz auf ihn. Er redete mit seinem Meister und der meinte, er soll seinen Gesellenjahre machen und sich dann als Meister ausbilden lassen, er habe das Zeug dazu. Ich bin inzwischen 18 geworden und wir haben nach seiner bestandenen Ausbildung standesamtlich geheiratet. Ich machte meine Abschlussprüfung ein Jahr später und auch ich bestand mit Auszeichnung. Der Meister hat auch mich übernommen, da seine andere Kraft geheiratet hat und mit ihrem Mann einem Amerikaner in die USA gezogen ist.

Nach einem guten halben Jahr merkte ich, dass ich schwanger bin. Ich sprach mit meinem Meister, er gratulierte mir und meinte es sei kein Problem mit der Arbeit, ich könne ja evtl. stundenweise noch weiter arbeiten, aber das wird sich zeigen, wenn das Kind da ist. Steve war total aus dem Häuschen. Er freute sich total, dass ich schwanger bin. Auch meine Eltern freuten sich für uns. Steve und ich zogen in dem Haus in dem wir wohnten in die Wohnung gegenüber, da diese etwas größer war und grade neu vermietet werden sollt, wir wollten sowieso schon immer in diese Wohnung, aber bisher hatten wir keinen Grund umzuziehen. Meine Eltern kauften uns die Möbel für das Kinderzimmer und richteten es auch ein. Sie halfen auch beim Umzug, da ich nicht so schwer heben durfte. Nach der Geburt kamen meine Eltern und Steve zusammen zu mir ins Zimmer und schauten sich Maria meine Tochter an. Auch mein Meister und seine Frau kamen mich im Krankenhaus besuchen. Sie waren beide sofort von der kleinen Maria begeistert. Ich blieb Zuhause und ging einmal die Woche arbeiten, während meine Mutter oder Frau Mayer, die Frau des Meisters auf Maria aufpassten. Ich konnte so einen Tag ohne schlechtes Gewissen arbeiten, damit ich nicht aus der Übung komme und mal was anderes sehe, als Windeln und Brei.

Steve hat sich nach den Gesellenjahren an der Meisterschule angemeldet und lernte viel und hart. Ich fing nach 3 Jahren Babypause wieder an zu arbeiten, während Maria tagsüber im Kindergarten war und nachmittags abwechselnd bei meiner Mutter oder der Rosa Mayer. Für Maria war Rosa auch die Oma. Ich war froh, dass meine Eltern, Rosa und Manni uns so sehr unterstützen. So konnte Steve auf die Schule gehen und ich arbeiten. Steve harte Arbeit zahlte sich aus und er schaffte einen guten Abschluss, und dass obwohl er nicht einmal einen Hauptschulabschluss hatte. Als er mit seinem Meisterbrief zu Manni ging, bot er ihm gleich einen halbe Stelle als Meister an. Steve war erst sehr erstaunt, nahm das Angebot dann aber an. Steve übernahm langsam immer mehr an Aufgaben in der Schreinerei, während Manni mich immer mehr förderte und mich zur Büroleiterin machte. So hing der Laden irgendwann von Steve und mir ab. Eines Tages passierte es, und Manni fiel in der Schreinerei einfach um. In der Klinik stellten sie fest, dass es ein Herzinfarkt war. Wir besuchten ihn zusammen mit Maria. Bei unserem Besuch sagte Manni, er habe vor, nachdem er keine Kinder hat, uns seine Schreinerei zu schenken. Steve hat seinen Meister, kann also ausbilden, ich habe schon die Büroleitung übernommen und kenne mich aus. Und er hat uns so liebgewonnen, wie noch nie jemanden in deiner Firma, er liebt uns wie eigene Kinder und Maria ist wie seine Enkelin. Und er würde gerne mehr als Opa tätig sein. Steve und ich waren total baff, wir schauten uns an und fragten Manni, ob er uns nicht verarscht. Er verneinte es und gab uns die Schenkungsurkunde. So kam es, dass Steve und ich eine Schreinerei besaßen, Manni kam noch immer gelegentlich in die Werkstatt um etwas zu machen, ganz ohne konnte er nicht.

Maria war inzwischen in die Schule gekommen und ich war wieder schwanger. Wir suchten uns nun ein Haus mit Garten, denn die neue Wohnung war inzwischen auch zu klein. Wir fanden ein kleines, schönes Häuschen im grünen, genau passend für vier Personen und auch mit fünf Personen wäre es immer noch groß genug. Und einen kleinen Garten hatten wir auch. Da Manni sich immer mehr aus der Schreinerei zurückzog, hat er darauf bestanden, den Garten zu machen. Und er wollte auch Maria fragen, ob sie ihm nicht helfen wollte nach der Schule. Ich ging jetzt nur noch vormittags ins Büro und schaute, was ich machen musste und schauten, wem ich welche meiner Aufgaben zutrauen konnte. Sonst kümmerte ich mich um Maria, und erklärte ihr z.B. dass das sie ein Geschwisterlein bekommt und ich dann nicht mehr so viel Zeit für sie habe. Und ich lernte mit ihr für die Schule.

Steve war dieses mal bei der Entbindung dabei. Es wurde ein Junge. Wir nannten ihn Nico. Als ich mit Nico das Krankenhaus verließ, wurde ich fast vor der Klinik umgefahren. Zuhause fand ich einen Drohbrief unter der Tür. In diesem Stand, dass dies erst der Anfang war und noch mehr folgen würde. Ich rief Rose und meine Mutter an und bat beide zu mir zu kommen. Ich erzählte ihnen, was vor der Klinik passiert ist und zeigte ihnen den Brief. Meine Mutter rief in der Schreinerei an und Steve kam sofort. Als der die Geschichte gehört hat, sagte er zu meiner Mutter, sie soll Maria von der Schule abholen, da sie gleich aushat und sie soll sie mit zu ihr nehmen, wir holen sie dann später ab. Sie ging gleich los. Rose, sie kannte die Geschichte mit Jo, sagte, dass das die Rache sein wird. Ich rief unseren Rechtsanwalt an und fragte ihn, was wir machen können. Er meinte, wir könnten Anzeige gegen unbekannt machen und den Brief als Beweisstück vorlegen. Das machten wir auch gleich. Als ich ein paar Wochen später mit Nico spazieren ging, wurde mir plötzlich der Mund zugehalten und ein Messer an die Kehle gedrückt. Ich wurde langsam umgedreht und sah die gleichen kalten Augen, wie vor 9 Jahren. Jo hielt mich noch immer das Messer an die Kohle, dann sagte er, es würde noch was schlimmeres passieren, weil Steve und ich ihn ins Gefängnis gebracht haben und er so scheiße behandelt wurde. Ich sah ihn in die Augen und sagte mit hoffentlich halbwegs fester Stimme, dass nur seine Vergewaltigung daran Schuld sein, hätte er die Finger von mir gelassen, hätte Steve ihn nicht auffliegen lassen und ich hätte ihn nicht angezeigt. Als er das hörte, wurde er wütend und schnitt mir mit dem Messer ins Gesicht. Als ich heimkam war Steve zufällig Zuhause und verarztete mich. Maria war Gott sein Dank noch in der Schule und sah mich nicht. Ich brachte Nico zu Rosa, erzählte die Geschichte. Sie riet mir, ihn anzuzeigen. Ich ging dann auch zur Polizei, machte eine Anzeige und holte dann Maria von der Schule ab.

Da die deutsche Justiz langsam arbeitete, passierte noch mehr. Ich wurde nach dem Vorfall im Park vorsichtig und brachte Maria zur Schule und holte sie auch immer ab. Trotzdem passierte es, dass sie entführt worden war. Die Behörde wurde jetzt erst aktiv, aber wie. Die Entführung dauerte gesamt 3 Tage. Ich wurde fast verrückt, ich musste daran denken, was er mit mir gemacht hat und hatte angst, dass er dass gleiche mit Maria macht. Bei der Lösegeld Übergabe wurde Jo so schwer verletzt, dass er kurz nachdem Maria wieder da war verstarb. Steve und ich war froh, dass der Alptraum Jo endlich vorbei war und zwar für immer. Maria war nichts passiert. Sie fragt nur, wo der nette Onkel war, der die letzten drei Tage auf sie aufgepasst hat. Ich erzählte ihr, dass er jetzt im Himmel war, wo er als Engel auf andere Menschen aufpasst. Jo hat Maria gut behandelt und ihr nichts angetan. Er hat sie wie sein eigenes Kind behandelt.



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