Trauer und Leid ist eine Sache, die jeden Begleitet, die Frage ist wie...

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Autor: Leokadia
FSK 12
Disclaimer: Die Jungs gehören leider sich selber und nicht mir und Geld verdiene ich bedauerlicherweise auch nicht….
Summary: Was passiert beim Frühstück in der WG der CB-Jungs? Lest und lasst euch überraschen. Es ist aus Sicht von Luminor geschrieben. Jo und wie der Name Fiktion schon sagt ist alles meinem Gehirn entsprungen. Kiro/Shin (Cinema Bizarre)

Ein ganz normales Frühstück?

Luminor steht auf und lässt sich noch mal seinen Traum durch den Kopf gehen. Sie standen in einem Wald und es regnete heftig. Plötzlich, als hätte jemand einen Schirm über ihnen aufgespannt war der Regen verschwunden und man konnte im Hintergrund einen schönen Regenbogen erkennen. Sie laufen aus dem Wald hinaus und stehen auf einer großen Lichtung mit vielen Blumen. An dieser Stelle hat leider sein Wecker geklingelt und ihn aus dem Traum gerissen. Doch bedauerlicherweise musste er aufstehen, da sie heute den Videodreh zu After the rain haben.

Nachdenklich begibt er sich ins Bad um sich zu Duschen, Zähne zu putzen und sich zu schminken. Als er mit der ganzen Prozedur inklusive Haare und sich selber stylen fertig ist, wandeln er in die Küche. >Jetzt brauche ich erst mal einen Kaffee. Und dann werde ich mal eben bei den Jungs anrufen, nicht dass die wieder verschlafen wie letztens.< Grinsend schnappt er sich sein Telefon und wählt die Nummer der WG während er die Kaffeemaschine anschmeißt.

„Ja“ nuschelt es am anderen Ende des Telefons. „Morgen Kiro, du solltest die anderen beiden wecken und dann ganz schnell im Bad verschwinden, damit Strify es nicht besetzt. Ich komme in einer halben Stunde vorbei und bringe alles für ein Frühstück mit, damit wir den Videodreh überstehen.“ Flötet er in den Hörer. „Hm, ok. Ach übrigens, Shin brauchst du nicht abholen, der hat hier gepennt gestern Nacht.“ Antwortet Kiro gähnend und legt auf. Fröhlich trinkt Luminor seinen Kaffee. Vor einem halben Jahr haben sie ihre erste Single Lovesongs (they kill me) veröffentlicht und einiges an Erfolg gehabt und auch Ihre zweite Single Escape to the stars wurde ein voller Erfolg. Inzwischen sind Sie dabei Ihre dritte Single zu veröffentlichen – After the rain. Der Videodreh ist für heute geplant und er konnte nur hoffen, dass sie nicht so lange Außendrehs haben, denn es ist noch immer sehr kalt draußen.

Mit einem Blick auf die Uhr trinkt er seinen Kaffee aus und räumt die Tasse in die Spüle, dann packt er seine Tasche, um noch einen Abstecher im Supermarkt zu machen, damit die Jungs zu Kräften kommen vor dem Dreh. Schnell sprintet er zu seinem kleinen Auto und fährt los, um alles für das Frühstück einzukaufen. In dem Geschäft ist auch gleich ein Bäcker integriert, wo er neben Brötchen auch ein paar Schokohörnchen holt, damit die Schleckermäulchen ihren Zuckerspiegel aufrecht halten können. Grinsend stellt er sich Strifys Gesicht vor, wenn er entdeckt, dass es seine geliebten Schokohörnchen gibt >Da ist er wie ein kleines Kind.< Denkt sich Luminor.

Ein paar Minuten später klingelt er an der WG Tür. Ein grinsender Kiro reißt die Tür auf „Na haben dich die Fans am Leben gelassen oder haben die noch alle geschlafen, bzw. waren in der Schule?“ „Kiro, musst du immer auf diesen Vorfall anspielen, wenn ich Einkaufen war?“ Frage ich den kleinen, während ich ihm eine leichte Kopfnuss verpasse. >Jeder kann mal Pech haben und beim Einkaufen von einem Haufen Fans angefallen werden. Es hat halt eine Stunde gedauert, bis ich endlich wieder verschwinden konnte. Aber Kiro zieht mich seitdem damit auf…< Er schließt die Tür hinter mir und hüpft in die Küche. „Ich habe schon mal den Tisch gedeckt, aber bis Strify und Yu kommen dauert es noch. Shin zieht sich noch schnell an, Strify ist noch im Bad und Yu schmollt, weil er zu langsam war um ins Bad zu kommen.“ Klärt Kiro mich auf. „Morgen“ kommt es genuschelt von der Tür. Shin sieht noch nicht ganz wach aus. „Was hast du denn heute Nacht getrieben?“ Möchte ich wissen, denn sonst ist unser Küken morgens nicht ganz so verschlafen. Ich stelle fest, dass er leicht rot wird. >OK irgendwas stimmt hier nicht, Kiro ist hibbelig, als wenn er Drogen eingeschmissen hat und Shin wird rot, wenn man ihn fragt, was er heute Nacht getrieben hat…< „Kiro was hast du eingeschmissen und was hast du mit Shin angestellt?“ Wende ich mich an unseren Bassisten. „Nichts.“ Grinst er mich mit einem glitzern in den Augen an.

„Was ist los?“ Kommt es von unserer Diva, die zwischenzeitlich das Bad geräumt hat und jetzt was zum Frühstück haben wollte. „Ich habe nur gefragt, was Shin heute Nacht getrieben hat, weil er so Müde ist und was Kiro eingeschmissen hat, weil er so aufgedreht ist.“ Kläre ich unseren Sänger auf. „Hm, keine Ahnung. Ich war noch mit Yu feiern, während die beiden einen Film gucken wollten. Als wir wieder kamen lagen die schon im Bett, obwohl es gar nicht so spät war.“ Überlegt dieser. Ich schaue zwischen unseren beiden Blonden hin und her, irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass etwas nicht stimmt. Plötzlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen. „Sag mal Kiro, kann es sein, dass du verliebt bist?“ Frage ich ganz scheinheilig und beobachte dabei, wie ihm seine Gesichtszüge entgleisen und er sich am Kaffee verschluckt. Hustend versucht er was zu sagen, aber kann sich nicht verständlich machen. „Wie kommst du denn darauf?“ Will dafür Shin wissen. „Es war nur eine Vermutung, aber wie sieht es bei dir aus Shin?“ Zucke ich mit den Schultern. Dieser läuft wieder rot an. Strify bekommt von dieser Unterhaltung nichts mit, da er die Hörnchen entdeckt hat und gerade genüsslich eins verzehrte.

„Gehe ich richtig in der Annahme, dass Shin bei dir im Zimmer geschlafen hat?“ Frage ich Kiro abermals, der sich inzwischen wieder beruhigt hat und ich werde vermutlich auf die vorherigen Frage keine Antwort erhalten. „Ja, wie immer eigentlich, wenn er hier pennt.“ Bekomme ich meine Antwort dieses mal sofort. „Hm, dann spinne ich mal meine Gedanken weiter, ihr habt nicht zufällig in einem Bett geschlafen?“ Frage ich mit einem Grinsen auf den Lippen. „Ja, das machen wir öfters, wenn wir zu faul oder zu müde sind das Gästebett aufzubauen.“ Bekomme ich von Shin die Antwort. >Shin, du bist einfach zu leicht zu durchschauen, Kiro hat ein besseres Pokerface, aber ich habe euch durchschaut.< Shin guckt gerade etwas verschreckt. „Leute, ich glaube ihr habt uns was zu sagen oder?“ Fordere ich die beiden auf.

„Wer hat was zu sagen?“ Unterbricht uns Yu, der inzwischen auch eingetroffen ist und sich die Kaffeekanne fischt damit er sein schwarzes Gold erhält. Strify wacht auch aus seiner glückseligen Zufriedenheit über das Hörnchen auf. „Häh?“ Mischt er sich ein. „Ähm, ich glaube was Luminor meint ist, dass ich zugeben soll, dass ich verliebt bin.“ Flüstert Shin. Ich ziehe skeptisch die Augenbraue hoch. >So, das ist ja schon mal Schritt eins, aber da fehlt noch einiges an Erklärungen.< „Naja, und vielleicht noch, dass es kein Mädchen ist.“ Haucht er noch leiser als vorher. „Du bist schwul?“ Fragt Yu überrascht. >Ja, Yu unser Mädchenheld kann es sich nicht vorstellen, wenn man auf Männer steht, aber immerhin hat er es kapiert.< „Ja.“ Presst Shin raus. Ich bewundere unser Küken, ich habe nicht damit gerechnet, dass er den ersten Schritt macht und nicht Kiro. Ich gucke Kiro an, der die Stille die eingetreten ist durch ein Räuspern unterbricht. „Ja, aber was Luminor eigentlich wirklich wissen will ist, dass Shin nicht nur schwul und verliebt ist, sondern auch noch vergeben.“ Mit diesen Worten hat er sich zu Shin gestellt und beugt sich zu ihm runter. Strify, Yu und ich warten auf seinen nächsten Schritt, und ich werde auch nicht enttäuscht. Vorsichtig legt Kiro seine Lippen auf die von Shin und küsst ihn zärtlich. >Die beiden sind ein schönes Paar.< *Klirr* das Zerschellen von Yu’s Tasse reißt mich aus meinen Träumen. Fassungslos schaut er auf die Beiden. „Ihr, ihr seid zusammen?“ Will er stotternd wissen. „Ja, und wir sind glücklich miteinander. Ich hoffe ihr habt damit keine Probleme, meinen Shin gebe ich nicht mehr her.“ Kommt es trotzig von Kiro und umarmt den jüngeren besitzergreifend. Lächelnd beobachte ich diese Geste. Ja, die beiden sind ein perfektes Paar. Von Strify kam noch keine Reaktion, also drehen wir uns alle zu ihm um, aber der scheint keine Probleme mit der neuen Tatsache zu haben, denn er beißt gerade genüsslich in ein weiteres Schokohörnchen.

Ich liebe meine Jungs, denn Langweilig wird es mit denen nie.

Nach einem anstrengenden Drehtag bringe ich die Jungs in die WG zurück, Shin will bei seinem Schatz bleiben, so kann ich dann direkt in meine Wohnung weiterfahren. „Ey Lu, kommst du noch mit hoch, auf ein Bier? Dann können wir auf den super Drehtag anstoßen und auf das neue Video.“ Will Yu von mir wissen, als wir vor der Wohnung stehen. „Genau, komm mit hoch, machen wir noch Party.“ Mischt sich das Schokomonster auch mit ein. „Hm, ok auf ein Bier komme ich noch mit Hoch. Ich hoffe ihr habt noch Chips.“ Gehe ich auf den Vorschlag ein. „Jo, und neue Horrorfilme habe ich auch da, damit uns auch ja net langweilige wird. Ich habe sie noch nicht geschaut, war zu beschäftigt.“ Wirft Kiro auch noch in das Gespräch ein. Nur unser Küken hat noch nichts gesagt. „Und Shin, was hast du noch für ein Argument, damit ich mit hochkomme?“ Will ich grinsend wissen. „Nun, für mich ist das Hauptargument Kiro, aber den gebe ich dir nicht ab. Aber ein anderer Grund wären wir vier – deine Freunde.“ Überlegt dieser. „Ok, jetzt habt ihr mich endgültig überredet. Gehen wir hoch, sonst denken die Leute, wir wären Gangster, die hier sind um die Gegend auszukundschaften.“ Scheuche ich die Bagage aus meinem Auto. Mein Flitzer spukt neben mir noch 4 lachende Jungs aus. Kichernd rennen wir die Treppe hoch und stürmen die WG. Eigentlich sollte man nicht denken, dass wir alle über 18 sind, so kindisch wie wir uns zwischen drinnen aufführen. Aber es ist einfach schön mal so kindisch zu sein, denn das Leben ist ernst genug.

Oben angekommen gehe ich mit Yu in die Küche, um das Bier zu holen, Shin geht mit Kiro den Film aussuchen und Strify sucht die Chips im Wohnzimmer raus. „Sag mal Lu, wie hast das eigentlich so schnell gecheckt, dass die beiden zusammen sind?“ Stellt Yu mir die Frage, mit der ich schon länger gerechnet habe. „Es war einfach ein Gefühl. Die letzte Zeit sind mir einige Sachen aufgefallen, die mich stutzig gemacht haben, aber ich habe den Zusammenhang nicht erkannt, aber heute früh hat es klick gemacht und ich sah alles klar vor mir.“ Versuche ich es zu erklären. „Wieso fragst du?“ „Hm, nur so…“ Druckst er rum. „Du weist, dass du es mir erzählen kannst. Ich werde es auch nicht weitererzählen.“ Versichere ich ihm. Wobei ich mir irgendwie schon Gedanken mache, was er hat. „Jungs kommt ihr, oder müsst ihr das Bier noch brauen.“ Ruft Kiro aus dem Wohnzimmer herüber. „Wir kommen sofort. Ihr könnt ja schon mal das Menü der DVD aufrufen.“ Antworte ich ihm, greife mir zwei Flaschen Bier und die Schokolade aus dem Kühlschrank. „Denk dran, ich bin für dich da, genauso wie für die anderen. Wir sind Freunde.“ Sage ich noch mal zu Yu, der sich drei Flaschen greift und den Kühlschrank zuwirft. Im Wohnzimmer verteilen wir das Bier. Yu bringt es zum Zweisitzer, wo Shin sich an Kiro gekuschelt hat, da er immer Angst bekommt bei Horrorfilmen. Er stellt ihnen die Flaschen vor die Nase und verzieht sich auf das noch leere Sofa, da Strify sich den Sessel gekrallt hat. Ich drücke das zweite Bier, was ich in den Händen trage unserem Sänger in die Hand und lege ihn die Tafel Schokolade vor die Nase. „Danke Lu, du bist einfach der Beste.“ Strahlt er mich zum Dank an. Ich werfe mich zu Yu auf’s Sofa und kralle mir eine der Chipschüsseln. „Du kannst loslegen Kiro, ich hoffe der Film ist besser wie der letzte.“ Fordere ich den Filmmeister auf.

Irgendwann werde ich gerüttelt und geschüttelt. „Lu, wach auf. Auf den Wohnzimmersofa schläft es sich schlecht, du kannst heute nacht bei mir auf der Besuchercouch schlafen.“ Weckt mich Yu, anscheinend bin ich mal wieder beim TV gucken eingepennt. „Danke, das ist lieb von dir.“ Murmel ich und gehe kurz aufs Bad, bevor ich in Yu’s Zimmer stolpere. Mein Nachtlager hat er schon vorbereitet, dass ich nur noch drauffallen muss und das tu ich auch. Kaum habe ich mich richtig zugedeckt bin ich auch schon ins Traumland abgedriftet. ~~Ich sitze in der WG Küche und wir sind am Frühstücken. Yu springt plötzlich auf und schreit mich an. *Was willst du von meinem Strify, was läuft zwischen euch? Lass ja deine Finger von ihm, ich liebe ihn. Nimm deinen Zauber von ihm, damit er erkennt, das er mich liebt.* Geschockt schauen wir ihn alle an. Was will der? Ich sehe in Strify einen kleinen Bruder, so wie auch in den anderen vier. Kiro und Shin scheinen nichts mitbekommen zu haben und Strify sieht aus wie ein Fisch auf dem Trockenen. ~~ Verwirrt von dem Traum wache ich auf. Yu schläft noch tief und fest wie man an dem leichten schnorcheln erkennen kann. Leise stehe ich auf um aufs Klo zu gehen, dabei komme ich an der offenen Zimmertür von Strify vorbei. Lächelnd bleibe ich stehen >Manchmal ist er wie ein kleines Kind, so wie er da liegt und Shiro im Arm hält. Fehlt nur noch der Daumen im Mund und alle Mütter würden vor Verzückung seufzen.< „Ach Strify, manchmal beneide ich dich und die anderen um eure beschwerdefreie Kindheit.“ Flüstere ich beim Weiterlaufen. Die Tür von Kiro ist geschlossen, aber ich vermute die beiden liegen aneinander gekuschelt im Bett und schlafen noch tief und fest. Nachdem ich meine Notdurft verrichtet habe gucke ich auf die Uhr. >Gemein, es ist erst halb 7. Die anderen werden noch ewig schlafen, was soll ich denn so lange machen?

Frustriert darüber, dass ich nicht mehr einschlafen kann und über den Traum nachdenkend stecke ich mir in der Küche eine Zigarette an. Da ich nur in Boxershorts gekleidet bin, wird mir schnell kalt an dem geöffneten Fenster. >Brr, kalt ist es momentan. Vielleicht sollte ich mich anziehen. Ich müsste noch irgendwo ein paar Frische Sachen liegen haben.< Überlege ich. Schnell mache ich meine Kippe aus und trete an das Sideboard im Flur. Leise öffne ich die Schublade und werde fündig, eine Boxershorts und ein Oberteil befinden sich in der Lade. Ich schnappe mir die Sachen raus und betrete das Bad um mich erst mal zu duschen. Nachdem ich mit dem Duschen fertig bin, suche ich meine Zahnbürste, die ich wie die Ersatzklamotten für solche Fälle hier deponiert habe raus und putze mir die Zähne. Nachdem mein Styling soweit abgeschlossen ist, werfe ich noch mal einen Blick auf die Uhr. Super wir haben gerade 7:15 Uhr, was soll ich so Früh an einem freien Tag machen? Wahrscheinlich sollte ich erst mal was fürs Frühstück besorgen beim Bäcker. Ich schleiche in Yu’s Zimmer um meine Tasche mit dem Geldbeutel zu holen und mir seinen Schlüssel zu leihen, damit ich gleich wieder einkomme. Halb bin ich zur Tür raus, als mir die Idee kommt, schon mal die Kaffeemaschine anzustellen, damit ich gleich einen frischen trinken kann. Also Kommando kehrt und erst mal noch in der Küche die Kaffeemaschine anstellen. Ein paar Straßen von der WG entfernt gibt es einen sehr guten Bäcker, der auch schon um 7 seine Brötchen verkauft. Die Tür öffnet sich mit einem leisen klingeln. „Guten Morgen.“ Werde ich fröhlich von der Verkäuferin begrüßt. „Guten Morgen ich hätte gerne 6 Brötchen, 2 Laugenknoten sowie zwei Schokohörnchen“ Gebe ich meine Bestellung auf. Die Dame hinterm Tresen packt das gewünschte in Tüten und legt sie oben hin. „War das alles oder darf es noch was sein?“ fragt sie höflich nach. „Nein Danke, das war alles.“ „Das wären dann 4,10 €“ Teilt sie mir mit. Ich zähle die Münzen ab und lege sie auf den Tresen. Dann greife ich die Tüten und verlasse mit einem kurzen Abschiedsgruß die Bäckerei.

Bei der WG angekommen schließe ich die Wohnungstür auf und betrete den Flur. Gähnend kommt mir Yu entgegen „Wo kommst du denn her? Habe mich schon gewundert, weil du weg warst. Habe gedacht, du hättest das Bett gewechselt.“ Den letzten Satz murmelt er nur noch, aber ich verstehe ihn doch. Verwundert gucke ich ihn an gehe dann aber weiter in die Küche um die Brötchen auf den Tisch zu legen und mir eine Tasse Kaffee einzuschenken. Yu folgt mir in die Küche und sieht mich fragend an. „Ich habe Brötchen besorgen, da ich schon wach war und nicht wusste, was ich anstellen sollte, übrigens, hier ich habe mir deinen Schlüssel ausgeliehen.“ Antworte ich und reiche im seinen Schlüssel zurück. Verwundert sieht er erst mich, dann seinen Schlüssel an, irgendwie ist er noch nicht ganz wach, also erbarme ich mich seiner und gebe ihn eine Tasse dampfenden Kaffee. „Danke.“ Nuschelt er bevor das schwarze Gold seine Kehle herunterrinnt. Ich öffne das Fenster und stecke mir eine Zigarette an, während Yu im Hintergrund die Tüten öffnet. „Ach, was süßes für den Süßen hat er auch wieder mitgebracht.“ Muffelt er. Langsam reicht es mir. Was hat der Kerl seit gestern? Ich drehe mich und gucke ihn an. „Yu, verdammt noch mal, was hast du denn? Und jetzt sag nicht, dass nix ist. Du bist schon seit gestern Abend so komisch drauf und denk nicht, dass ich deine Bemerkungen nicht gehört habe. Ich habe es dir gesagt, wenn du was hast rede mit mir, ich bin ein guter Zuhörer.“ Fahre ich unsren Gitarristen an.

Geschockt schaut er mich an. „Was meinst du?“ fragt dieser scheinheilig. „Jetzt komm mir nicht so und fang an zu lügen. Gestern die komische, heimliche Nachfrage, wie ich das mit Kiro und Shin gemerkt habe und vorhin die Bemerkung mit dem gewechselten Bett oder gerade das mit süßes für den Süßen. Du weist, dass ich für unser Schokomonster immer was mitbringe, wenn ich was finde. Und warum sollte ich das Bett wechseln und außerdem in welches? In deins? – Scheiße, kann es sein, dass du eifersüchtig bist???“ geht mir ein Licht auf. Jetzt ist nur die Frage wer sein Ausgewählter ist, Strify oder ich. „JA, verdammt ich bin eifersüchtig. Strify strahlt DICH immer an, besonders wenn du ihn wieder ein Schokohörnchen mitbringst. Er sucht immer DEINE Nähe und ich werde ignoriert, auch wenn ich direkt neben ihm stehe.“ Schreit er hysterisch. Und wie sollte es anders sein, kommen die drei anderen verschlafenen rein. „Was ist denn hier los?“. Erkundigt sich ein müder, verstrubbelter Kiro, der einen zerknautschten Shin im Arm hat. „Wieso streitet ihr?“ Kommt es fragend von Strify, der noch Shiro im Arm hält. Irgendwie ist diese Situation Bizarre, wir stehen zu fünft in der Küche, vier davon sind nur mit Boxershorts bekleidet und drei dieser Gestalten schlafen mehr wie sonst was, jedenfalls sorgt das für einen totalen Lachflash bei mir. Die Gesichter die meine Bandkollegen ziehen, als ich das Lachen anfange tragen nicht dazu bei, dass es aufhört, im Gegenteil. „Verdammt, kann mir jemand sagen was hier los ist.“ Zickt unsere Diva rum. „Also, *prust* Yu *prust* ist *prust*” Lachend versuche ich Strify die Situation zu erklären, aber Yu unterbricht mich. „Wir hatte einen Streit, weil ich eifersüchtig war, aber Lu hat mich aufgeklärt…“ windet er sich rum. „Ach scheiß drauf, ich bin verliebt und schwul.“ Outet er sich gleich darauf. Shin und Kiro, die sich das ganze Spektakel in Ruhe angehört haben fangen das Lachen an. „Jetzt fehlen nur noch zwei und wir wären eine Band, die aus lauter Schwulen Bandmembers besteht.“ Stellt Kiro fest.

Strify, der in meinem Blickfeld steht läuft rot an. Hm, ich würde sagen, Kiro hat gar nicht mal so unrecht. „Sag mal Yu, wer ist denn der Auserwählte? Doch nicht unser Lu oder?“ Unterbricht Shin meine Gedanken. „Äh, nein wie kommst du denn darauf? Lu ist ein netter Kerl, aber nicht mein Typ.“ Stammelt Yu. „Nun, du hast mit Lu gestritten, weil du eifersüchtig warst, also wer soll es denn sonst sein? Ich hoffe nicht mein Kiro oder ich?“ Gegen Schluss der Ausführung klammert sich unser Küken panisch an seinen Schatz. „Nein, ich bin es nicht. Es ist unsere Diva, und weil die ihn nicht beachtet und immer das strahlen anfängt, wenn ich ihm seine geliebten Schokohörnchen mitbringe hat Yu gedacht, ich hätte was mit unserem Sänger.“ Mische ich mich ein, um diese ganze Verwirrung zu klären. Wir können gar nicht so schnell gucken, wie Strify an uns vorbeizischt und sich in Yu’s Arme schmeißt. „Ich habe gedacht keine Chance bei dir zu haben, weil du immer mit den doofen Weibern rumgemacht hast. Ich liebe dich schon so lange.“ Strahlt er den dunkelhaarigen an. „So, nachdem jetzt alles geklärt ist würde ich sagen wir frühstücken, war ja extra Brötchen holen. Für unser Küken habe ich Laugenknoten dabei und unsere Diva kann statt Yu zum Frühstück besser ein Schokohörnchen vernaschen. Und Kaffee ist auch fertig. Also hockt euch hin und esst. Nach dem Frühstück werde ich in meine Wohnung verschwinden um euch Turteltäubchen allein zu lassen.“ Nehme ich das Ruder in die Hand, damit wir Frühstücken können. >Das waren zwei aufregende Tage, na ja eigentlich Frühstücke. Ich glaube ich brauche eine Pause. Hm, ich gehe in den Tierpark da habe ich meine Ruhe und vielleicht komme ich ja noch zum Schreiben. Das habe ich schon lange nicht mehr gemacht.

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Gesättigt packe ich meine Sachen und verabschiede mich bei den beiden Pärchen. „Macht es gut Jungs, und macht nichts, was ich nicht auch machen würde.“ Grinse ich sie noch mal zum Abschied an. Lachend winken sie mir zu bevor Yu die Tür zuschmeißt. Ich steige in mein Auto um kurz in meine Wohnung zu fahren, damit ich mir meinen Block holen kann. Das Wetter ist perfekt, vielleicht Küsst mich die Muse. Ich betrete meine Wohnung und schmeiße die Dreckswäsche ins Bad vor die Maschine, dann hole ich meinen Block und ein Stift. Beim Verlassen der Wohnung fällt mein Blick auf meinen MP3 Player >Den nehme ich auch mit, dann kann ich so richtig abschalten.< Lächelnd steige ich wieder in meinem Auto und fahre in den Tierpark. An der Kasse ist nichts los und ich löse ein Ticket. Langsam schlendere ich durch den Tierpark, an manchen Gehegen bleibe ich länger stehen und schaue den Tieren zu. Lächelnd setze ich mich auf die Bank vor dem Pinguingehege. Die sehen witzig aus, wenn die auf den Steinen watscheln. Nachdem ich den Block und den Stift aus meiner Tasche geholt habe stecke ich mir die Kopfhörer in die Ohren und schalte die Musik an. Meine Gedanken wandern zu meiner ersten großen Liebe, die gewaltsam aus meinem Leben gerissen wurde.

Mein Herz zerbricht, doch keiner sieht es.
Keiner sieht wie es untergeht.
Alle sehen nur das lächeln auf meinem Gesicht.
Das falsche lächeln, was keiner erkennt.
Traurige Augen und ein lächeln auf dem Gesicht,
das bin ich, das sehen die, die genau hinschauen.

Jede Freude ist gespielt, keiner sieht die leere in mir.
Doch ich fühle mich leer, seit langer Zeit.
Ich fühle nichts mehr, außer die leere und Traurigkeit.
Ich will glücklich sein, aber ich kann es nicht.
Das Loch ist zu tief um mich selber zu retten...

Mein Herz ist zerbrochen und ich bin allein.
Warum sieht keiner, wie ich mich fühle,
warum hilft mir keiner, ich habe keine kraft mehr,
ich kann nicht mehr schreien,
denn ich habe keine stimme mehr.
(Die Rechte von dem Gedicht liegen bei mir)

Ok, Strify, Shin, Kiro und Yu sind für mich da, aber es ist doch was anderes wie Liebe, besonders wo die vier jetzt jeweils zueinander gefunden haben. Seufzend schaue ich hoch und sehe einen jungen Mann bei den Pinguinen. Jetzt bekomme ich auch die Unruhe um mich herum mit, ich nehme die Ohrstöpsel heraus um mitzubekommen, was hier los ist. Es ist anscheinend Fütterungszeit, denn er erklärt gerade die Unterschiede zwischen Brillen- und Humboldtpinguinen und füttert die Tiere, die sich um ihn drängen. Seine angenehme Stimme hält mich gefangen, denn sonst wäre ich bei dem Auflauf schnell verschwunden. „So, das war es nun mit der Fütterung unserer Pinguine, ich wünsche Ihnen noch einen schönen Aufenthalt hier bei ihrem Rundgang durch den Tierpark.“ Verabschiedet er sich und der Auflauf löst sich auf nachdem er von der Bildfläche verschwunden ist. Ich entscheide mich, noch ein bisschen sitzen zu bleiben bevor ich die anderen Tiere angucke. Ein pfeifen dringt an meine Ohren und ich sehe hoch. Der junge Kerl von vorhin ist wieder auf der Anlage erschienen, aber dieses Mal mit einem Besen, ich glaube der will saubermachen. Er kommt an den Rand „Dir scheint es hier zu gefallen oder?“ Spricht er mich an. „Äh.. wieso?“ Man, total intelligente Aussage. „Na ja du sitzt hier schon seit fast zwei Stunden, ich habe dich vorhin beobachtet. Hat dir die Show gefallen?“ Quasselt er mich voll. „Ich habe die Zeit total vergessen. Hier ist es irgendwie beruhigend und die Erklärungen von dir fand ich interessant.“ Gebe ich zu, denn mit den Jungs ist es alles anderes als Ruhe.

„Tiere sind beruhigend, wusstest du, dass Tiertherapien immer mehr zum Einsatz kommen? Tiere können für verschiedene Erkrankungen verwendet. Eine der einfachsten ist die Therapie von alten Leuten, die einsam sind. Meistens passiert das in Kooperation mit dem örtlichen Tierheim. Die Mitarbeiter besuchen die Pflegeheime und Seniorenstifts mit Hunden und dort können die Bewohner die Tiere streicheln und wenn sie körperlich noch fitt sind, dann auch spazieren gehen.“ Fängt er an zu erzählen. „Ups, tut mir leid, wenn ich dich langweile mit meinem Vortrag, aber ich habe mich schon immer für Tiere interessiert und was für einen Einfluss sie auf Menschen haben. Und jetzt mache ich eine Ausbildung zum Tierpfleger. Ich bin übrigens Marco.“ Plappert er weiter. Irgendwie ist der Kerl witzig mit seiner lockeren Art. „Nein, du langweilst mich nicht, ich finde es witzig, wie du ohne Punkt und Koma über so ein Thema reden kannst. Ich heiße Luminor und ich glaube du solltest weiterarbeiten. Da vorne steht ein Mann und guckt ziemlich böse zu uns rüber.“ Grinse ich ihn an. Marco dreht sich um und grinst mich dann schief an. „Ja, das ist mein Vater, das ist der einzige Nachteil an diesem Job, er ist mein Vorgesetzter, außerdem hat er ein Problem damit, dass ich Schwul bin und wenn ich dann mit so hübschen Kerlen rede gefällt ihn das noch weniger. Also dann werde ich mal gehen. Komm doch mal wieder vorbei.“ Er winkt mir zu und verschwindet zu seinem Vater. Etwas verwirrt schaue ich ihm hinterher, das ist ein echt komischer Kauz gewesen, aber ich glaube morgen komme ich noch mal vorbei. Mit einem letzten Blick auf Marco gehe ich weiter um auch noch die anderen Tiere zu sehen. Meine Gedanken schweifen immer zu dem Pfleger zurück. Er hat eine sehr angenehme Stimme und die Augen leuchten in einem wunderbaren Silber. In Gedanken vertieft habe ich gar nicht mitbekommen, dass ich am Ausgang angekommen bin.

Zuhause angekommen rufe ich in der WG an. Strify meldet sich. „Hallo?“ „Hi Strify, und was macht ihr so? Ich wollte wissen, ob ihr morgen Lust habt morgen mit in den Tierpark zu gehen? Außerdem wollte ich wissen, ob jemand mit mir shoppen gehen will. Brauche neue Sachen für morgen.“ Will ich wissen. Alleine einkaufen macht kein Spaß und ich benötige unbedingt was neues zum Anziehen. „Also ich hätte schon Lust, ich frage mal die anderen drei, warte mal einen Moment.“ Ich höre, wie er läuft. „Yu, ich möchte jetzt mit Lu einkaufen gehen und morgen dann in den Tierpark, kommst du mit?“ Fragt er zuckersüß und ich vermute, dass er ihn auch noch schöne Augen macht. „Natürlich kann unsere kleine Diva eine Einladung zum shoppen net abschlagen. Ich komme mit.“ Höre ich Yu antworten. Jetzt fehlen nur noch die anderen beiden. Strify klopft an Kiros Tür. „Jungs, Yu und ich wollen mit Lu einkaufen gehen. Kommt ihr mit?“ fragt er laut. Leider kann man durch die anscheinend geschlossene Tür nichts verstehen. „Also Yu kommt mit und auch Kiro und Shin wollen mitgehen. Wo sollen wir uns treffen? Ich würde gerne in den neuen Gothicladen in der Königsstraße gehen. Das wäre von beiden Wohnungen her gut zu erreichen.“ Schlägt das Streifenhörnchen vor. „Perfekt, da finde ich bestimmt das richtige für mich.“ Strahle ich.

~Vorläufiges Ende~


Kurze Zeit später treffen wir uns an dem neuen Gothicladen. Wir waren alle noch nicht drinnen und hoffen, dass er ein großes Angebot hat. „Hi Lu, sag mal warum brauchst du ganz dringend für morgen, wenn wir in den Tierpark wollen neue Klamotten?“ Möchte Yu wissen. „Ähm, wer sagt denn, dass es für den Tierparkbesuch benötige?“ Versuche ich mir herauszureden. „Du hast nicht erzählt, dass du ein Mädchen kennen gelernt hast und sie treffen willst. Oder ist es eine die wir kennen? Hoffentlich nicht Lina, die blöde Kuh, die mit dir ins Bett wollte, obwohl die mit Olaf den Schläger zusammen war oder?“ Quetscht er mich aus. „Nee, Lina hättest du mir nackt auf den Bauch binden können und es wäre nix passiert. Die war nicht mein Typ und war doch perfekt für Olaf.“ Schüttelt es mich. „Ich habe einfach Lust zum Shoppen. Und wer weis, wen man morgen kennen lernen kann?“ Lächele ich die Jungs an. „Wollt ihr labern oder können wir das Geschäft jetzt stürmen? Ich habe da im Schaufenster einen total tollen Silberknaufstock gesehen. Den muss ich mir unbedingt angucken.“ Quengelt unsere kleine Diva. „Ja Schatzi, wir gehen ja schon.“ Erwidert Yu, bevor er seinen Schatz küsst. Wir betreten den Laden und ich sehe es jetzt schon, das ist ein Paradies und ich werde bestimmt was finden. Wir trennen uns, da jeder etwas anderes sucht. Ich fange bei den Röcken an, denn ich liebe diese Freiheit an meinen Beinen. Eigentlich schade, dass es immer noch so kritisch angesehen wird. Mir fällt ein schöner Rock ins Auge. Schnell habe ich meine Größe rausgesucht und probiere ihn an. „Das sieht geil aus.“ Höre ich Kiro hinter mir. „Danke, aber pass auf, dass Shin nicht eifersüchtig wird. „Das wird er schon nicht, denn du bist absolut nicht mein Typ. Was hältst du von diesem Oberteil zu dem Rock? [1] Das sieht bestimmt net schlecht aus, wen auch immer du beeindrucken willst.“ Zwinkert er mir zu.

Skeptisch begebe ich mich zurück in die Umkleide und probiere das Oberteil auch an. Als ich raustrete stehen die andren vier wartend davor. „Das sieht genial aus.“ Stellt Kiro fest. Die anderen drei stimmen ihn nickend zu. „Meint ihr wirklich?“ Will ich skeptisch wissen. Obwohl ich die Kombi selber total geil finde. Fehlt nur noch ein neuer Fächer und ich kann die Aktion ‚Marco schnappen’ starten. „Natürlich warum soll es nicht gut aussehen? Und ich glaube bei deiner Ausstrahlung ist es fast egal was du trägst.“ Will unser Küken wissen. „Ok, ihr habt Recht. Dann werde ich mir noch nach einen neuen Fächer suchen und mein Outfit wäre fertig. Wie sieht es bei euch aus?“ Frage ich. „Ich habe mich in einen neuen Silberknaufstock verliebt, den nehme ich auch mit. Sonst war für mich nix dabei. Yu hat neue Ohrringe gefunden.“ Erzählt Strify. „Ja und Shin hat ein neues Kleid gefunden für die nächste Con. Das sieht so süß aus. Eigentlich viel zu schade für so eine Gelegenheit.“ Ist Kiro begeistert, während unser kleiner rot anläuft. „Ach Shin, mach dir doch nichts draus, ich liebe auch die Freiheit an den Beinen. Auch wenn ich noch immer nicht verstehe, warum du dich immer für die kurzen Kleider entscheidest. Da hätte ich immer Angst, dass die hoch rutschen.“ Grinse ich während ich wieder in die Kabine gehe. Schnell finde ich noch einen schönen Fächer in meiner Lieblingsfarbe Pflaume. Wir lassen viel Geld in dem Laden und gehen in ein Kaffee, das um die Ecke ist. Ich brauche jetzt meine Koffeindosis.

Wir erwischen einen schönen Tisch in der Ecke. Wir bestellen und alle einen Kaffee und ein Stück Gebäck. Bei unserer Diva ist es natürlich Schokokuchen und bei Shin eine Streuselschnecke. Wir anderen ziehen etwas fruchtiges vor. „Also wofür brauchst du die Klamotten morgen? Wen willst du dir krallen? Kennen wir sie? Lina ist es ja nicht hast du gesagt? Hast du letzt beim Bäcker jemanden kennen gelernt? Erzähl uns alle dreckigen Details.“ Fordert Yu mich auf. „Du bist echt neugierig. Lass dich überraschen. Strify sollte dich mal auf andere Gedanken bringen, so fixiert wie du bist. Und dreckige Details gibt es noch nicht. Und selbst wenn würde ich es dir nicht verraten. Pass du lieber auf, dass dich dein Schatz nicht mit dem Schokokuchen betrügt, der sieht aus wie kurz davor.“ Necke ich unseren Gitarristen. Der dreht sich sofort zu seinem Freund. Strify ist wie immer bei Schokolade total weggetreten. Manchmal frage ich mich ob er beim Sex genauso einen Blick drauf hat. Ui, Yu guckt echt eifersüchtig, wenn Blicke töten könnten würde der Schokokuchen gerade einen grausamen Tod sterben. „Süßer, willst du mich mit dem Kuchen betrügen?“ Bohrt er bei unserem Sänger nach. „Häh?“ Kommt es total intelligent von Strify. Yu nutzt die Gelegenheit, dass sein Freund die Aufmerksamkeit auf ihn richtet und küsst ihn. Shin und Kiro führen es schon die ganze Zeit vor. Ach wäre es schön, wenn jetzt Marcel da wäre. Da die vier gerade beschäftigt sind, gucke ich mich ein bisschen im Cafe um, als mein Blick plötzlich auf meine Schuhe fällt. „Scheiße Jungs, ich muss los, ich brauche noch dringend neue Schuhe, ich habe keine passenden Schuhe für den Rock.“ Springe ich Hecktisch auf. „Halt, hinsetzen.“ Kommandiert mich Kiro. Perplex lasse ich mich wieder auf meinen Stuhl fallen. „Lu, du benimmst dich gerade wie ein 14-jähriger Teenager, der gerade das erste Mal verliebt ist. Deine Stiefel passen doch perfekt dazu. Denk dran, in neuen Schuhen läufst du dir immer Blasen, wenn du sie vorher noch nicht anhattest und lange trägst. Und da der Tierparkbesuch bestimmt länger dauert ist es sicherer die alten anzuziehen. Außerdem wirst du auch ohne neue Schuhe super aussehen. Überleg doch wie viele Leute du schon mit deiner Ausstrahlung fasziniert hast. Also kannst du ganz in Ruhe deinen Kaffee trinken und dich heute Abend auf morgen freuen.“ Erklärt mir unser Bassist. „Du hast recht. Also wann wollen wir uns morgen treffen? Ich würde gerne um 11 Uhr bei der Fütterung der Pinguine dabei sein. Das war so süß heute.“ Schwärme ich. „Hm. Um 10 Uhr holst du uns ab, dann müssten wir so halb 11 bis viertel vor 11 am Tierpark sein. Das müsste reichen.“ Schlägt Shin vor. Wir stimmen zu.

[1] Es gibt ein schönes Bild von Lu, wo er in einem weißen Rosenbogen steht, ich vermute jedenfalls, dass es einer ist. Da hat er einen Rock und ein nettes, sehr durchsichtiges Oberteil an. Das stelle ich mir gerade vor.

~~vorläufiges Ende~~

Nächster Morgen
Luminor steht unter der Dusche und flucht. „Scheiße schon 8 Uhr, wie soll ich das schaffen, dass wir bis 11 Uhr bei den Pinguinen sind und ich IHN wieder sehe? Ich muss noch meine Haare machen, und mich schminken und angezogen bin ich auch noch nicht. Und überhaupt.“ So schnell wie möglich dusche ich fertig und springe dann vor den Spiegel um mir die Haare zu machen. Eine halbe Stunde später bin ich fertig. Ich sollte mal bei den Jungs anrufen, nicht dass die nicht fertig sind, wenn ich die abhole. Zügig renne ich zum Telefon und lasse es in der WG schellen. „Was?“ Keift mir ein verschlafener Strify ins Ohr. Ups, den habe ich wohl gerade geweckt. Aber egal ich kann nur an meinen Tierpfleger denken. „Wunderschönen Guten Morgen, hier ist ihr kostenloser Weckdienst. Macht euch fertig, damit wir gleich weiter können, wenn ich euch abhole. Ich will um 11 bei den Pinguinen sein.“ Instruiere ich unsere müde Diva. „Du mich auch. Ich warne dich, wenn du die Tussi heute nicht treffen solltest, dann mache ich Hackfleisch aus dir.“ Motzt er etwas wacher. „Jaja, also denk dran, ich hole euch gleich ab. Kaffee und was zu essen werde ich mitbringen.“ Schicke ich noch mal durch die Leitung, bevor ich auflege und in mein Zimmer renne. Schließlich stehe ich noch immer halb nackt in meiner Wohnung. Jetzt kommt der größte Akt das Schminken, schließlich will ich perfekt aussehen heute. Als ich endlich mit dem Stylen fertig bin packe ich noch ein paar Sachen in den Rucksack und begebe mich zum Auto, schließlich muss ich noch zum Bäcker. Die junge Bäckereifachverkäuferin, die mich schon die letzte zwei Mal bedient hat strahlt mich an, „Guten Morgen, Sie strahlen heute so. Was kann ich heute für sie tun?“ Kommt es mir nur so vor oder will die mit mir flirten? Ich bestelle den Kaffee und was zu essen. Natürlich denke ich an ein Schokohörnchen für das Schokomonster und auch die Wünsche der anderen werden berücksichtigt, wie z.B. die Streuselschnecke für Shin. Fröhlich verabschiede ich mich und fahre weiter zur WG. Auch wenn es erst halb 10 Uhr ist begebe ich mich nach oben um den Schnecken Beine zu machen. Verwundert starre ich Kiro an, der schon fertig gestylt vor mir steht obwohl er am längsten benötigt. „Jungs, ich habe die Wette gewonnen. Luminor ist eine halbe Stunde vor der verabredeten Zeit bei uns.“ Ruft er in Richtung der Zimmer. Irritiert gucke ich ihn an. „Ähm, wir haben gestern noch gewettet, wie viel früher du da bist. Und ich hatte recht.“ Während er mich aufklärt tritt er in den Flur zurück um sich seine Schuhe anzuziehen. Die andern Jungs betreten nun auch die Bildfläche und wir begrüßen uns.

10 Minuten später sitzen wir wirklich in meinem Auto und fahren in den Tierpark. Die Jungs sind irgendwie total aufgedreht. „Jungs, welche Drogen habt ihr heute Früh eingeschmissen? Ihr seid so hibbelig das ist ja nicht mehr auszuhalten.“ Frage ich. „Wir haben nichts eingeworfen. Wir freuen uns nur total auf den Tierparkbesuch. Ich war schon ewig nicht mehr drinnen.“ Antwortet Shin mit Unschuldsmiene. Na wartet, ich komme noch dahinter was ihr vorhabt. Um halb 11 Uhr komme ich auf den Parkplatz des Tierparks an. Die anderen vier Jungs springen aus meinem Auto und hüpfen so um mich herum, dass ich das Gefühl habe mit ein paar Kindergartenkindern unterwegs zu sein. Grinsend sage ich dann „Also ihr werdet euch jetzt in Zweierreihen hinter mir aufstellen und euch an die Hand nehmen, damit wir keinen verlieren.“ Ich versuche ernst zu bleiben, als die vier es wirklich machen. Direkt hinter mir stehen Kiro und Shin Händchenhaltend und direkt dahinter Strify und Yu, die aber gerade eher mit knutschen beschäftigt sind. „Ich sollte probieren Kinderkarten für euch zu bekommen.“ Pruste ich dann los. Lachend begeben wir uns zu den Kassen und lösen die Eintrittskarten. Ich stürme voraus, dass mir die anderen folgen müssen. Wie ein Magnet werde ich vom Pinguinbecken angezogen. Die Bänke davor sind noch frei aber mit einem Blick auf die Uhr stelle ich fest, dass es nicht mehr lang so sein wird. Flugs setze ich mich auf die erste Bank mit direktem Blick auf den Standpunkt der Pfleger. Yu lässt sich auf der einen Seite neben mir nieder und auf der anderen Seite findet Kiro einen Platz. Schmatzende Geräusche von beiden Seiten lässt mich erahnen, wie die Wartezeit überbrückt wird.

„Hallo Luminor.“ Werde ich begrüßt. Als ich aufschaue sehe ich Marco direkt vor mir stehen. „Äh, hi Marco. Ich habe gedacht du würdest die Fische für die Fütterung vorbereiten.“ Frage ich verwundert. „Das habe ich gemacht, aber leider fliegen die von der Futterküche nicht ins Pinguinrevier.“ Grinst er mich an mit einen Seitenblick auf die Eimer in seinen Händen. „Ok, du hast recht. Tote Fische können schlecht fliegen, außer sie kommen in einem Asterixcomic vor. Ich wusste nur nicht, dass das Essen woanders vorbereitet wird.“ Versuche ich meine Verlegenheit zu überspielen. „Das kann ich dir ja irgendwann mal zeigen. Aber jetzt muss ich weiter, die Pinguine werden schon ganz unruhig.“ Verabschiedet er sich und zieht weiter. Ich gucke ihn hinterher, bis er um die Ecke verschwunden ist. „Ähm, ist er der Grund für gestern Nachmittag?“ Mutmaßt Kiro. „Hm.“ Brumme ich als Antwort. Ich will jetzt nicht darüber reden, denn in der Zwischenzeit hat sich der Platz um uns herum gefüllt und der Großteil des Publikums zwischen 3 und 7 ist. „Guten Morgen, ich freue mich auch heute wieder Sie bei der Pinguinfütterung begrüßen zu dürfen. Wir haben hier zwei verschieden Arten im Revier…“ Begrüßt uns die freundliche Stimme von Marco. Da ich den Vortrag gestern schon gehört habe konzentriere ich mich nur auf den Klang der Stimme und auf den dazugehörigen Kerl. Nach der Fütterung als alle Zuschauer außer mir und meinen vier Bandkollegen verschwunden sind kommt Marco wieder an den Rand des Geheges. „Hat dir die Fütterung gestern so gut gefallen, dass du heute wieder gekommen bist?“ Will er neckend wissen. „Ich weis nicht, ob es die Fütterung selber war oder etwas anderes. Vielleicht ist der Grund für einen erneuten Besuch der Wunsch den vier Kleinkindern da auf der Bank die Schönheit der Natur zu zeigen.“ Winde ich mich heraus und zeige auf die Jungs, die noch immer auf der Bank sitzen und mich beobachten, wie ich an der Absperrung mit Marco rede. „Was hältst du davon, wenn wir uns mal außerhalb des Tierparks treffen? Dann habe ich auch mehr Zeit, mein Vater wird gleich wieder erscheinen und motzen.“ Er lächelt mich fragend an. „Das wäre eine Möglichkeit, aber leider habe ich jetzt erstmal ein paar Termine und weniger Zeit. Aber du könntest mir ja schon mal deine Telefonnummer geben, damit wir eine Chance haben einen Termin zu finden.“ Grinse ich zurück. „Das ist eine gute Idee, hier hast du meine Nummer. Ruf mich an, jetzt muss ich wieder weiter arbeiten.“ Er drückt mir seine Nummer in die Hand, gibt mir ein Bussi auf die Backe und ist schon wieder verschwunden.

Mit glasigen Augen gucke ich noch immer auf den Fleck, wo er ein paar Sekunden vorher noch gestanden hat. Ein Räuspern hinter mir reißt mich aus meinen Gedanken. Erschrocken drehe ich mich um und blicke in die grinsenden Gesichter meiner Freund. „Ja, das ist der Grund für deine Shopping Tour gestern. Aber schnuckelig ist er ja schon.“ Stellt Kiro fest und bekommt für den letzte Teil des Satzes von Shin einen Schlag auf den Arm. „Aua, lass mich doch mal fertig reden. Weil ich wollte noch sagen, dass du noch süßer bist und ich glücklich mit dir bin Schatz.“ Beschwert er sich, küsst seinen Schatz aber trotzdem. Dieser schaut ihn entschuldigend an und murmelt „Ich liebe dich.“ Die beiden sind schon ein süßes Paar. „Wie heißt er, wie alt ist er, was macht er noch außer Pinguine zu füttern?“ Löchert Strify mich. „Hast du keinen Knopf zum Abstellen?“ Will ich wissen. „Nein, warum soll man mich abstellen ich will alles wissen, jetzt erzähl.“ Quengelt er weiter. Verzweifelt schaue ich Yu an. Ich habe unseren Sänger ja echt gern, aber im Moment nervt er. Süffisant grinsen dreht sich Yu zu seinen Schatz. „Strify.“ Haucht er und hat sofort die ganze Aufmerksamkeit von dem hüfenden etwas. Er packt unseren Sänger am Kopf und zieht ihn in einen Kuss. „Also wo wollen wir noch hin? Wir können weiter gehen. Direkt da drüben sind die Eisbären und auch die Seelöwen sind dort in die Richtung zu finden.“ Werfe ich in die Runde und bekomme oh Wunder eine Antwort. „Ja, gehen wir zu den Eisbären. Ich liebe Bären – und meinen Kirolein.“ Quietscht er und rennt in die Richtung, die ich angegeben habe. Wir vier ‚großen’ schauen uns an und rennen dann prustend hinterher. Wenn uns jemand so sieht der wird an unserem Verstand zweifeln, so ein Chaotenhaufen wie wir sind. Wir verbringen noch einen schönen Tag im Tierpark, gucken uns die Eisbären, Seelöwen, Affen, Löwen und viele andere Tiere an. Abends komme ich total erschöpft zuhause an. Ich lasse mich auf mein Sofa fallen und greife mein Handy. „Träum was schönes, ich hoffe wir sehen uns bald wieder. Luminor“ Tippe ich und schicke die SMS an Marco. „Ich werde von dir träumen. Und vergiss mich nicht. Marco“ bekomme ich zurückgeschrieben. Selig mache ich mich Bettfertig und falle in eben jenes.

~~Ende Teil 5~~



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